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TIPP DER REDAKTION

Ein ist sicher: Auf die staatliche Rente ist kein Verlass!

Jetzt über eine private Zusatzrente informieren um im Alter finanziell gut versorgt zu sein!

Rentenversicherung

In Deutschland werden weniger Kinder geboren und die Zahl der Rentner steigt durch die höhere Lebenserwartung. Folglich bedeutet das, dass durch weniger Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen geringere Rentenversicherungsbeiträge für eine größere Zahl von Rentnern in die Rentenkassen fließen.

Um eine finanzielle Mindestabsicherung im Alter zu gewährleisten gibt es die gesetzliche Rentenversicherung, in die das gesamte Arbeitsleben lang eingezahlt wird. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales kümmert sich um die Sicherung der Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Rentenversicherung. Dazu ist es grundlegend, die betriebliche, die private und die gesetzliche Altersvorsorge voneinander zu unterscheiden.

Die betriebliche Altersversorgung ist eine Art der Altersversorgung, bei der der Arbeitnehmer über seinen Arbeitgeber eine Versicherung abschließt und so einen Teil seines monatlichen Einkommens spart. Hierzu erhalten sie staatliche Förderungen, und eine Vielzahl an Unternehmen unterstützen ihre Mitarbeiter durch Zuschüsse.

In der privaten Altersvorsorge sind verschiedene Systeme zu unterscheiden. Diese Renten können zusätzlich zur gesetzlichen Rentenversicherung abgeschlossen werden und die meist unzureichend hohegesetzliche Rente aufstocken.

Eine gesetzliche Rentenversicherung hingegen ist in Deutschland grundsätzlich Pflicht. All die, die versicherungspflichtig sind, haben monatliche Beiträge in die Rentenkasse zu zahlen. Die Rente wegen Alters kann nur der Versicherte selbst empfangen. Sobald die Rente eintritt muss der Rentner keine Beitragszahlungen mehr leisten.

Gesetzliche Rentenversicherung

All jene, die gesetzlich rentenversicherungspflichtig sind, müssen von ihrem monatlichen Entgelt einen bestimmten Beitrag in die Rentenversicherung einzahlen. Der zu entrichtende Beitrag wird vom Versicherungspflichten und von seinem Arbeitgeber zu gleichen Teilen übernommen.

Rentenanspruch nach der gesetzlichen Rente hat, wer Beiträge in die Rentenkasse einzahlt. Dabei ist die Beitragsbemessungsgrenze zu beachten. Die Beitragsbemessungsgrenze teilt das Einkommen, das zu versichern ist, und das Einkommen das über der Grenze liegt und somit beitragsfrei ist. Wer diese Grenze überschreitet ist also trotzdem nicht von den Beitragszahlungen befreit.

Wie hoch die Beitragsbemessungsgrenze angesetzt ist hängt vom Einkommensniveau der Bundesländer ab. Da sich dieses von den alten zu den neuen Bundesländern unterscheidet, unterscheidet sich auch die Beitragsbemessungsgrenze von Ost nach West. In 2013 liegt die monatliche Beitragsbemessungsgrenze für die alten Bundesländer bei 5.800€ und bei den neuen Bundesländern bei 4.900€. Das Einkommen, was über dieser Grenze liegt, ist beitragsfrei. Das bedeutet gleichzeitig aber auch, dass über diese Beträge hinaus kein späterer Rentenanspruch besteht.

Beschäftigte, die zwischen 450,01€ und 850€ verdienen, liegen in der sogenannten Gleitzone. Diese Gleitzone berechnet für Arbeitnehmer mit einem geringeren Einkommen ein niedrigeres beitragspflichtiges Entgelt. So wird der Beschäftigte entlastet indem sein Beitrag gesenkt wird und sein Nettolohn dadurch steigt. Bei den späteren Rentenanspruchsberechnungen fließt ausschließlich der Betrag mit ein, der tatsächlich gezahlt wurde.

Wer ist in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert?

Wer genau versicherungspflichtig ist, ist dem Sechsten Sozialgesetzbuch (SGB IV) zu entnehmen. Generell sind alle Arbeitnehmer, also alle Nichtselbstständigen, sowie Selbstständige rentenversicherungspflichtig. Ausnahmen gibt es nur wenige.

Pflichtversichert sind:

  • Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, auch geringfügig Beschäftigte auf der 450€-Basis (sofern Letztere keine Befreiung beantragen)
  • Selbstständige unter bestimmten Voraussetzungen (sie beschäftigen keinen Arbeitnehmer und arbeiten vorwiegend für einen Auftraggeber)
  • wie beispielsweise
    • Handwerker
    • Hebammen
    • Künstler
    • Lehrer
  • Studierende (wenn das Studium nicht im Vordergrund steht und die Arbeitszeit wöchentlich 20 Stunden überschreitet oder bei einem freiwilligen Praktikum)
  • Auszubildende
  • Wehr- und Zivildienstleistende
  • Behinderte
  • Personen in einem freiwilligen sozialen Jahr
  • die Erziehungsperson (Mutter oder Vater) ist ohne Beitragszahlung pflichtversichert

Versicherungsfreiheit

Von der Rentenversicherungspflicht befreit sind all diejenigen, die über ein anderes Altersvorsorgesystem verfügen. Dazu gehören neben Beamten und Beamtinnen oder Handwerker unter besonderen Gegebenheiten auch

  • Apotheker
  • Architekten
  • Ärzte
  • Berufssoldaten
  • geringfügig Beschäftigte (monatliches Einkommen von bis zu 450€) oder kurzfristig Beschäftigte (vertragliche Begrenzung auf max. zwei Monate)
  • Rechtsanwälte
  • Rentner die die Regelaltersgrenze überschritten haben, auch wenn diese nebenbei noch arbeiten (Ist die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht, hat der Rentner eine Hinzuverdienstgrenze. Bei Überschreitung dieser Grenze kann Rentenwegfall die Folge sein.)
  • Richter

Um von der Rentenversicherungspflicht befreit zu werden muss ein Antrag gestellt werden oder die Pflicht ist kraft Gesetzes aufgehoben, wie bei den genannten Berufsgruppen. Wer allerdings kraft Gesetzes versicherungsfrei ist, kann sich auf Wunsch trotzdem gesetzlich versichern.

Einen Antrag auf Versicherungsfreiheit hingegen müssen Selbstständige oder Angestellte stellen. Dazu müssen sie besondere Voraussetzungen erfüllen und anschließend anderweitig eine Altersvorsorge abschließen.

Private Rentenversicherung

Wem die monatliche Rente der gesetzlichen Rentenversicherung nicht ausreicht, hat jeder die Möglichkeit sich bei Versicherungen oder Banken zusätzlich durch eine private Rentenversicherung abzusichern und höhere Rentenzahlungen zu erhalten. Das ermöglicht nicht nur eine sorglose Rente, sondern auch steuerliche Vorteile, da sie, wenn sie zeitgleich mit der Altersrente ausgezahlt wird, nur mit 18% versteuert werden muss. Dann entfällt allerdings die staatliche Förderung.

Die zwei Formen der privaten Rentenversicherung sind die Sofortrente und die später beginnende Rente. Bei der Sofortrente zahlt der Versicherte einmalig einen hohen Betrag ein und erhält bei Renteneinritt zusätzlich eine monatliche Rente aus diesem Topf.

Die Ansparrente benötigt ständige Beitragszahlungen, durch die ein Guthaben angespart und bei Vertragsende als Rentenzahlungen oder als einmalige Zahlung ausgegeben werden kann.

Für welches der über 100 verschiedenen Modelle der privaten Rente sich der Einzelne entscheidet bleibt ihm selbst überlassen und ist individuell natürlich unterschiedlich optimal und sollte genau überdacht werden, damit die monatlichen Beiträge mit dem Gehalt in einem guten Verhältnis stehen. Zwei bekannte Modelle sind die Riester-Rente und die Rürup-Rente.

Betriebliche Altersversorgung

Schon seit über zehn Jahren haben Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf eine betriebliche Altersversorgung. Die betriebliche Altersversorgung bietet mehrere Möglichkeiten zur Durchführung. Welche Möglichkeit gewählt wird entscheidet der Arbeitgeber.

Bei der Direktversicherung zahlt der Arbeitgeber Teile des Bruttogehalts des Arbeitnehmers an die Rentenversicherung. Bei der Pensions- oder Direktzusage handelt es sich um eine Leistung des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer im Todesfalle, bei Invalidität oder eben bei Ruhestand. Die Pensionskasse an sich empfängt die Beiträge direkt vom Arbeitgeber und zahlt sie später an den Versicherten aus. Pensionsfonds hingegen finanzieren sich durch Aktien und Rentenpapiere. Eine Unterstützungskasse ist eine eigenständige Einrichtung des Arbeitgebers, durch die er sich um seine Arbeitnehmer kümmert.

Nach Renteneinritt erhält der Arbeitnehmer eine monatliche Rente oder im Todesfall Hinterbliebenenrente für Angehörige für eine vereinbarte Zeit.