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Energiesparen

Deutschland reiht sich neben China, den USA, Russland, Indien und Japan in die Liste der größten Energieverbraucher weltweit ein. Damit setzen wir 4% des globalen Kohlendioxid-Ausstoßes frei. Das hört sich wenig an, doch bedenkt man, dass ganz Afrika weniger Kohlendioxid freisetzt, wird klar, dass Deutschland etwas ändern, nämlich Energie sparen und richtig nutzen muss.

Redet man über Energiesparen meint man mit weniger Energieaufwand, also weniger Strom oder Brenn- und Kraftstoffe, die gleiche Leistung wie bisher zu erzielen; helle und warme Wohnräume. Hier spricht man von Energieeffizienz; mit weniger Energie erhält der Verbraucher durch die richtige Technik und eigenes Zutun trotzdem das gleiche Ergebnis.

In jedem Fall sollten Sie Ihren eigenen Energieverbrauch genau kontrollieren, denn durch direkte Abbuchungen vom Konto wird der Überblick erschwert. Besitzen Sie ein Haus, können Sie dem Energiepass die Energiewerte und somit die Qualität Ihres Hauses entnehmen, und sich über Energieverluste des Gebäudes klarwerden. Zur Steigerung der Energieeffizienz können Sie Ihr Haus sanieren und so den Heizenergiebedarf stark senken. Beispielsweise können Sie Solarkollektoren nutzen, die die Energie des Sonnenlichts sammeln und sie verwendbar zum Heizen oder Kühlen machen. Oder bringen Photovoltaikanlagen auf einer südlich gelegenen Fläche an, um das Sonnenlicht in Strom verwandeln. Doch auch schon kleine Änderungen im Haushalt können eine Steigerung herbeiführen.

Ersetzt man Glühlampen durch Energiesparlampen oder stellt man den Kühlschrank oder die Heizung auf eine niedrigere Stufe, kann man schon sehr viel Energie, Kosten und damit Umweltbelastung sparen. Denn durch hohen Stromverbrauch der Haushalte und vor allem Industrien, müssen die Kraftwerke mehr Energie produzieren, was wiederum durch Emissionen die Umwelt belastet. Das entstehende Treibhausgas CO2 beeinflusst das Klima negativ.

Doch es gibt weitaus mehr Tipps, wie Sie Ihren Energieverbrauch senken können:

Energiesparen beim Heizen

Durch das Heizen und die Warmwasserbereitung verbraucht ein Haushalt die meiste Energie. Tagsüber reicht im Winter eine gesunde Temperatur von ca. 20°C, in der Nacht ist eine Raumtemperatur von ca. 15°C optimal. Höhere Temperaturen verbrauchen nicht nur sehr viel Energie, sondern sind auch ungesund. Zur Temperaturregelung können Sie Thermostate verwenden, die automatisch nach Ihren Angaben heizen. Bei längerer Abwesenheit sollten Sie die Heizung auf die Frostschutzposition drehen (Kennzeichnung: *).

Vergessen Sie nicht, die Heizungsanlage jedes Jahr prüfen zu lassen, um sicher zu gehen, dass sie ideal eingestellt ist, und sich keine Luft in den Rohren oder den Heizkörpern befindet. Nur durch optimale Einstellung verschwenden Sie keine Energie. Auch die Umwälzpumpe hat einen sehr hohen Stromverbrauch. Die Anschaffung einer neuen Pumpe rentiert sich schon nach kurzer Zeit.

Zudem sollten Sie, anstatt die Fenster lange gekippt zu halten, sie ganz auf machen um durchzulüften. So kühlen Wände und Inventar nicht aus. Weitere Wärmeverluste können durch nicht isolierte Innenwände entstehen. So strahlt die Heizung die Wärme direkt an die Wand, wo sie nicht in den Raum reflektiert, sondern in die Wand transportiert wird. Um diesem Verlust entgegenzuwirken, können Sie hinter der Heizung eine Dämmfolie anbringen, die mit ihrer Beschichtung die aufgenommene Wärme der Heizung in dem Raum abgibt. Auch die Dämmung der Heizungsrohe ist eine gute Lösung, um so wenig Wärme wie möglich zu verschwenden. Die Rohre befördern Wärme vom Erzeuger zum Heizkörper. Luft um die Rohe herum leitet die Wärme ab, wodurch mehr geheizt werden muss, damit der Heizkörper die gewünschte Wärme ausstrahlen kann. Eine Isolierung verhindert dies.

Damit die warme Luft nicht durch Fenster oder Türen entweicht macht es Sinn, die alte Wohneingangstür durch eine Klimatür zu ersetzen. Klimatüren sind wärmedämmend und haben neben einer absenkbaren Bodendichtung eine Alueinlage, die Wärme oder Kälte nicht durchdringen lässt. Ist Ihnen dies im ersten Moment zu kostspielig, sollten Sie zumindest einen Zugluft-Stopper an Ihrer Tür anbringen, um zu vermeiden, dass kalte Luft ein- oder warme Luft ausdringt. Denn allein gedämmte Heizungsrohere bringen nichts, wenn die warme Luft anderswo verloren geht.

Die Wärme kann auch durch die Fenster ziehen. Daher sollten Sie sehr darauf achten, dass Ihre Fenster in einem guten, energiesparenden Zustand sind. Neue wärmeschutzverglaste Fenster besitzen eine zusätzliche Wärmefunktionsschicht an der äußeren Scheibe. Diese lässt die Sonnenenergie eindringen und verhindert Wärmeverluste aus dem Rauminnern. Die Wärme, die hinein kommt, wird in Möbelstücken und Wänden zwischengespeichert, und mit der Zeit in den Raum abgegeben. Sind Ihre Fenster nicht abgedichtet, können neben Wärmeverlusten noch Feuchtigkeits- und damit verbundene Schimmelpilzprobleme auftreten.

Besitzen Sie Jalousien, halten Sie diese nachts immer geschlossen. So kann die Kälte nicht eindringen. Über Rollläden mit Gurt kann Wärme über Wärmebrücken, die in den Rollladenkästen entstehen, entweichen. Wärmebrücken sind Stellen in Bauteilen, die durch Ihre fehlende Dämmung schneller Wärme abgeben als andere Bereiche. Eine Abhilfe schafft eine zusätzliche Dämmung der Kästen, wobei die Spalten, durch die der Gurt hindurchgeführt wird, immer offen bleiben werden. Eine Alternative zu den manuellen Jalousien sind Elektrojalousien, welche keine Verbindung vom Außen- zum Innenraum herstellen, und sich somit keine Wärmebrücken bilden können.

Eine Komplettsanierung des Hauses, welche natürlich hohe Kosten mit sich bringt, ist aus Sicht der Energieeffizienz die lohnendste Initiative, und ein gut gedämmtes Haus Voraussetzung um Strom und Wärme einzusparen. Durch Dämmung vom Dach bis zum Keller, den Wänden, spezieller wärmeschutzverglaster Fenster und Lüftungsanlage, lassen sich bis zu 95% Energie sparen.

Tipp: Nehmen Sie Fördermöglichkeiten wahr, um Ihr Heim energieeffizient zu gestalten. Hierzu bieten Bundesländer oder Energieanbieter neben Beratungen u.a. Zuschüsse oder Darlehen an.

Fazit:

  • Überprüfen der Heizungsanlage und Heizungsumwälzpumpe
  • Entlüften der Heizkörper bei ungenügender Wärmebildung oder Gluckern
  • Rohrleitungsdämmung und Innenwanddämmung (oder Dämmfolie) hinter der Heizung verringert Wärmeverlust
  • Halten Sie die Raumtemperatur niedrig
  • Thermostate zur genauen Temperaturregelung verwenden
  • Stoßlüften für 5-10 Minuten
  • Rollladen und zugezogene Vorhänge lassen niedrige Außentemperaturen nachts nicht eindringen
  • Halten Sie den Heizkörper frei; nicht mit Möbeln zustellen, keine dichten Vorhänge vor der Heizung
  • Aufrüsten auf eine Klima-Wohneingangstür - optional einen Zugluft-Stopper anbringen
  • Einbau von Wärmeschutzfenstern
  • Dämmung der Rollladenkästen oder besser Anbringung elektrischer Jalousien

Energiesparen bei elektrischen Geräten

Es etablieren sich immer mehr Elektrogeräte in den Haushalten, die den Energieverbrauch dauerhaft beeinflussen. Beim Kauf neuer Elektrogeräte sollten Sie daher auf die Angaben zum Stromverbrauch achten. Dazu wird die Leistung der Elektrogeräte in Energieklassen eingeteilt. Zusätzlich werden besonders effiziente Geräte mit Etiketten versehen.

Stiftung Warentest zufolge haben Elektrogeräte in letzter Zeit bis zu 80% an Sparsamkeit gewonnen. Es würde sich für Sie also lohnen, alte Geräte mit hohem Stromverbrauch durch neue sparsame Geräte zu ersetzen. Mit der Zeit rechnet es sich und spart die Hälfte der Energie. Das trifft insbesondere auf Kühl- und Gefriergeräte zu, weniger aber auf stromfressende LCD-Fernseher. Besonders energiesparende Kühlschränke werden mit der Energieklasse A+++ ausgezeichnet. Die Energieeffizienz verringert sich mit einer geringeren Anzahl an Pluszeichen hinter dem A. Die Klasse A ist also nur noch viertklassig und ein B schon sehr schlecht.

Generell werden die Energieklassen für andere Elektrogeräte von A bis G eingeteilt, wobei A einer hohen, und G einer niedrigen Energieeffizienz entspricht. Diese Kennzeichnung ist seit 2004 Pflicht für große Haushaltsgeräte sowie Elektroherde, Lampen und Klimageräte. Angegeben sein müssen neben der Energieklasse auch der Energieverbrauch, damit der Verbraucher sich grob orientieren, und das bestmögliche Gerät einer Bauart wählen kann. So werden Gefriertruhen und Gefrierschränke separat verglichen.

Zu berücksichtigen ist, dass größere Geräte mehr Strom verbrauchen und besonders Kühlgeräte in warmer Umgebung automatisch stärker kühlen müssen. Ebenso brauchen Waschmaschinen immer eine bestimmte Menge an Wasser, um Wäsche rein zu waschen, sowie das Wasser zu erhitzen. Dies lässt sich nicht mehr reduzieren. Allerdings haben Sie die Möglichkeit, mit einer geringeren Gradzahl mehr als die Hälfte an Energie zu sparen und die Waschmaschine nur voll beladen in Betrieb zu nehmen.

Beim Herd können Sie durch optimale Nutzung der Wärme Energie sparen. Elektroherd und Gasherd unterscheiden sich hier insofern, dass letzterer nur geringe Verluste der Restwärme aufweist, weniger Energie verschwendet und Gas günstiger ist. Bei Elektroherden ist auf gute Wärmedämmung zu achten.

Bei anderen Elektrogeräten beachten Sie bitte, dass Altgeräte im Stand-by-Modus (Netzbereitschaft) unnötig sehr viel Strom ziehen. Besonders wenn ein Gerät keinen Netzschalter besitzt zieht es selbst Strom, wenn Sie es nicht benutzen. Neue Geräte weisen im Stand-by-Modus einen wesentlich geringeren Verbrauch auf und in Zukunft wird der Verbrauch noch weiter herabgesetzt.

Batterien sind als Alternative nicht so gut wie man meint; in der Herstellung brauchen sie einen äußerst hohen Energieaufwand und beinhalten giftige Stoffe. Wiederaufladbare Batterien hingegen sind umweltfreundlicher, weil sie mehrere hundert Male wiederverwendet werden können.
Für den PC gibt es allerdings eine strom- und rohstoffsparende Alternative; den Laptop. Ein Laptop verbraucht im Gegensatz zu einem Computer über 60% weniger Strom und zusätzlich weniger Platz. Besitzen Sie keinen Laptop, ändern Sie die Energiespareinstellungen zugunsten des Stromverbrauchs.

Wenn Sie zusätzlich Strom sparen möchten

  • achten Sie beim Kauf neuer Elektrogeräte auf die Energieklasse oder auf besondere Etiketten, die eine sehr hohe Energieeffizienz auszeichnen: EU-Ecolabel, Energy Star, Blauer Engel, TCO-Prüfzeichen oder GEEA-Energielabel
  • mit Ihrem Kühlgerät,
    • senken Sie die Temperatur in Ihrem Kühlgerät (optimal sind beim Kühlschrank ca. 6°C, bei der Gefriertruhe -18°C)
    • senken Sie bei langer Abwesenheit die Kühlstufe auf die kleinste Einheit, oder schalten Sie ihn aus und lassen die Tür offen, um Schimmelbildung zu vermeiden
    • stellen Sie Ihr Kühlgerät an möglichst kühle Orte (also nicht neben den Herd oder Heizung, oder in direkte Sonneneinstrahlung) und lassen Sie warme Lebensmittel abkühlen bevor Sie diese in den Kühlschrank stellen
    • lassen Sie das Kühlgerät niemals offen stehen - Ordnung im Kühlgerät vermeidet lange Suchzeiten
  • mit Ihrem Herd,
    • kochen Sie nur mit geschlossenen Töpfen und Pfannen, damit keine Wärme entweicht
    • verwenden Sie bei Garen so wenig Wasser wie möglich
    • verwenden Sie Schnellkochtöpfe, die rund 50% Energie sparen
    • nutzen Sie Restwärme (E-Herd)
    • verzichten Sie auf das Vorheizen beim Backen
  • mit Ihrer Waschmaschine,
    • beladen Sie die Wäschetrommel immer voll
    • waschen Sie Ihre Wäsche auf 40°C statt 60°C
    • hängen Sie Ihre Wäsche zum Trocknen auf die Leine, statt sie in den Trockner zu tun
  • ersetzen Sie Glühlampen durch Energiesparlampen, die ca. 80% weniger Strom verbrauen und rund zehn Mal so lange halten
  • verwenden Sie Mehrfachsteckdosen mit Abschaltknopf, um Stand-by-Verluste zu verhindern (oder ziehen Sie nach Gebrauch den Stecker)
  • verzichten Sie weitestgehend auf batteriebetriebene Geräte oder nutzen Sie wiederaufladbare Batterien
  • optimieren Sie die Energiespareinstellungen Ihres PCs oder Laptops: Automatischer Wechsel in den Stand-by-Modus bei Inaktivität, Reduzierung der Helligkeit und Ausschalten des Bildschirmschoners
  • trennen Sie das Netzkabeln nicht nur vom Gerät, sondern von der Stromversorgung wenn es nicht mehr gebraucht wird

Tipp: Setzen Sie zur Kontrolle Ihres Verbrauchs einen Energiemonitor ein, der Ihnen genaue Angaben über den Energieverbrauch Ihres Gerätes im Betrieb und im Stand-by-Modus gibt.