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TIPP DER REDAKTION

Finanz- und Liquiditätsplanung

Zukunftszahlen für den wirtschaftlichen Erfolg

Kein Unternehmen kann ohne vernünftige Finanz- und Liquiditätsplanung bestehen. Um langfristige Ziele auch tatsächlich zu erreichen und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit den jeweiligen Erfordernissen anzupassen, muss Klarheit über die Zu- und Abflüsse der Kapitalmittel, über möglicherweise aufzunehmende Kredite und die gesamte monetäre Situation des Geschäftes herrschen. Zudem erwarten potenzielle Geldgeber transparente und vollständige Informationen über zu erwartende Chancen und Risiken. Mit einem Finanz- und Liquiditätsplan lassen sich diese Anforderungen erfüllen und verhältnismäßig einfach umsetzen.

Zunächst die Rentabilität prüfen

Am Anfang der Erstellung eines Finanz- und Liquiditätsplanes steht die übersichtliche Darstellung aller in der betroffenen Planungsperiode zu erwartenden Zahlungsflüsse. So kann bereits im Vorfeld von Investitionen oder Umstrukturierungen die permanente Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit jederzeit gewährleistet werden. Mögliche Risiken werden frühzeitig erkannt und idealerweise vom Planungsbeginn an umgangen. Damit diese Ziele erreicht werden können empfiehlt es sich, zunächst eine sogenannte Rentabilitätsvorschau zu erstellen. Diese sollte Auskunft über folgende Fragen geben:

  • Wie hoch ist der für das geplante Projekt insgesamt benötigte Kapitalbedarf?
  • Wie hoch müssen die Einnahmen sein, um kostendeckend wirtschaften zu können?
  • Ist sichergestellt, dass Zahlungsverpflichtungen wirklich eingehalten werden können?
  • Ist die Profitabilität des Unternehmens dauerhaft gesichert?

Im Zuge der Erstellung einer solchen Rentabilitätsvorschau ist zunächst der Deckungsbeitrag zu ermitteln, der tatsächlich erwirtschaftet wird. Hierzu werden alle anfallenden Ausgaben wie beispielsweise Material- und Personalkosten zusammengestellt und vom Endpreis des Produkts oder der Dienstleistung abgezogen. Die sich daraus ergebende Summe stellt den Deckungsbeitrag I (DB I) dar. Von diesem sind dann alle für den Vertrieb anfallenden Kosten abzuziehen. Das Ergebnis zeigt sodann den Deckungsbeitrag II (DB II) an. Der DB II muss so hoch sein, dass er - bezogen auf das gesamte Geschäftsjahr - alle sonstigen Ausgaben des Unternehmens deckt. Ist das der Fall, arbeitet ein Unternehmen rentabel.

Die Liquidität in den Blick nehmen

Eine sichere Rentabilität ist ein wichtiger Grundpfeiler für die Erreichung von Unternehmenszielen. Allerdings gehören auch ausreichend liquide Mittel dazu, denn wenn anfallende Rechnungen für Material sowie Löhne und Gehälter nicht mehr gezahlt werden können, droht die Insolvenz. Um das zu verhindern, ist eine durchdachte und vollständige Liquiditätsplanung unverzichtbar. Um mit dieser fortzufahren und im Ergebnis zu einem umfassenden Finanz- und Liquiditätsplan zu gelangen, sind daher nun folgende Ausgaben aufzulisten:

  • Löhne und Gehälter
  • Mieten und Mietnebenkosten
  • Steuern
  • Finanzierungskosten
  • Material- und sonstige Lieferantenkosten

Eine komplexe Aufgabe überlegt angehen

Die Erstellung eines Finanz- und Liquiditätsplanes ist auf den ersten Blick eine recht komplexe Aufgabe. Mit den richtigen Hilfsmitteln gelingt sie aber auch Unternehmern, die auf diesem Gebiet bislang relativ unerfahren sind. Neben unterstützenden Software-Lösungen verschiedenster Art gibt dabei beispielsweise auch das von Hans-Werner Stahl verfasste und im Haufe erschienene Buch "Finanz- und Liquiditätsplanung" gute Tipps und Hinweise, um die Finanzierung des eigenen Unternehmens optimal zu sichern und in wenigen Schritten einen aussagekräftigen Liquiditätsplan zu erstellen.

Gründliche Finanzplanung ist wichtig. Wer die Zahlungsfähigkeit seines Unternehmens falsch einschätzt und von zu hohen Einnahmen oder zu geringen Aufwendungen ausgeht, gerät leicht in eine wirtschaftliche Schieflage. Daher sind die Feststellung der aktuellen Finanzsituation und der Rentabilität sowie die detaillierte Betrachtung der vorhandenen und erwarteten Liquidität unverzichtbar. Nur wer hier klug vorsorgt, ist vor einer möglichen Insolvenz gefeit und kann in eine sichere Zukunft blicken.