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TIPP DER REDAKTION

Das 1x1 des Bausparen

Bausparen wird in der Regel zur Finanzierung von Wohnungen oder Häusern genutzt. Dabei schließen Anleger und Bausparkasse einen Bausparvertrag ab. Im Bausparvertrag wird eine Bausparsumme vereinbart, die der Anleger zu einem ebenfalls vereinbarten Prozentsatz ansparen muss. Die Verwaltung des angesparten Geldes übernimmt die Bausparkasse.

Das eingezahlte Geld wird über eine bestimmte Zeitspanne angespart und später durch Zugabe eines Darlehens an den Bausparer ausgezahlt. Hat der Anleger nach einer bestimmten Zeit alle Voraussetzungen zur Auszahlung seines Guthabens erfüllt, wird ihm ein Bauspardarlehen über die volle vertraglich festgelegt Bausparsumme gewährt. So kann er über die komplette vertraglich vereinbarte Summe verfügen, auch wenn noch ein zu zahlender Teil fehlt.

Rechtlich gesehen hat der Anleger sogar einen Anspruch auf das Bauspardarlehen. Verstirbt ein Bausparer, kann er seinen Bausparvertrag und alle Rechte aus ihm weitervererben. Das Bauspardarlehen besteht daher im Grunde aus dem Guthaben anderer Anleger der Bausparkasse, die bisher noch nicht die Bedingungen zur Auszahlung erfüllt haben. Zuteilungsaussichten dürfen daher von einer Bausparkasse nicht getroffen werden, da nie sicher ist wie viel Guthaben zur Zuteilung zu vergeben ist.

Wofür kann man ein Bauspardarlehen verwenden?

Ein Bauspardarlehen kann für eine Vielzahl wohnwirtschaftlicher Zwecke genutzt werden. Dazu gehören neben dem einfachen Hausbau oder dem Kauf einer Eigentumswohnung oder eines Hauses

  • Verbesserungen der Wohnsituation / Wohnverbessernde Maßnahmen wie Reparaturen des Eigenheims oder anderer Gebäude, sofern sie wohnwirtschaftlich einzuordnen sind
  • Nutzungsrechte für Wohnräume oder Grundstücke
  • Käufe von bebaubarem Land zur Errichtung von Wohngebäuden oder

die Förderung von Wohngebieten. Die Förderung von Wohngebieten versteht sich hierbei insofern, als dass das Bauspardarlehen für den Bau von Wohnhäusern auch im gewerblichem Rahmen, sofern diese Häuser bewohnt werden sollen oder sie zur Versorgung dieser Wohngebiete dienen, genutzt werden kann.

Auswahl des Bauspartarifs

Ja nach Bausparkasse kann der Bausparer unterschiedliche Tarife wählen. Dazu gehören neben den Standardtarifen beispielsweise variable Tarife, Langzeittarife oder Schnellspartarife. Die Laufzeit hängt dann ebenfalls von der Wahl des Tarifs ab. Bei einem Standardtarif beläuft sich die Laufzeit auf 18 bis 20 Jahre, von denen ungefähr acht Jahre Ansparzeit sind.

Der Bauspartarif bestimmt viele Faktoren, die maßgeblich für den kompletten Bausparvertrag sind:

  • Abschlussgebühr
  • Ansparzeit
  • Mindestvertragsdauer
  • wie hoch die Zinssätze ausfallen - dazu gehören Zinssätzen gehören Sparzins und Darlehnszins
  • Mindestsparguthaben bei Zuteilung der Summe
  • Regelsparbeiträge
  • Tilgungszeit
  • Tilgungsbeiträge

Das Bausparen

Im Bausparvertag werden durch den Bauspartarif alle notwendigen Informationen festgehalten. Ist der Bausparvertrag mit der Bausparkasse abgeschlossen und ein passender Bauspartarif gewählt, beginnt das Bausparen.

Das Bausparen teilt sich in drei Abschnitte; die Sparphase, in der das vertraglich vereinbarte Mindestsparguthaben angespart wird, die Zuteilung, in der der Bausparer die Auszahlung einer vertraglich vereinbarten Summe erhält, und die Darlehensphase, in der das Bauspardarlehen getilgt wird.

Sparphase

In der Sparphase baut der Anleger durch einen vertraglich vereinbarten Beitrag bei der Bausparkasse ein Sparguthaben auf. Hier gibt es einen Regelsparbeitrag, der mindestens eine Zahlung zwischen 3% und 10% der Bausparsumme, abhängig vom gewählten Bauspartarif, vorschreibt. In welchen Abständen die Zahlung erfolgen soll kann der Anleger selbst entscheiden. Hält ein Bausparer diese Regelungen und Zahlungen nicht ein, hat die Bausparkasse das Recht ihm zu kündigen.

Zuteilung des Bauspardarlehens

In der Phase der Zuteilung wird dem Bausparer, vorausgesetzt er hat alle Zuteilungsbedingungen erfüllt, die vertraglich vereinbarte Summe, das Bauspardarlehen, ausgezahlt. Dabei handelt es sich um eine Summe, die der Bausparer teils eingezahlt hat - Mindestguthaben-, und damit eine der Bedingungen zur Auszahlung eines Darlehens erhält. Die ausgezahlte Summe fällt also höher aus als die Summe der bisher gezahlten Beiträge.

Weitere Bedingungen neben dem Mindestguthaben, das, abhängig vom Bauspartarif, ungefähr 40% bis 50% der Bausparsumme betragen muss, sind

  • die Mindestvertragsdauer und die Mindestsparzeit, die eine Mindestlaufzeit zwischen Vertragsabschluss und Auszahlungstermin festlegen,
  • sowie die Mindestbewertungszahl, die für eine Auszahlung mindestens erreicht werden muss.

Die Bewertungszahl ist eine Zahl einer Rangfolge, nach der die Zuteilungen stattgegeben werden. Diese werden nach gezahlten Beiträgen, Zinsen oder Vertragslaufzeit berechnet.

Sollte ein Bausparvertrag noch nicht zuteilungsreif sein, kann eine Zwischenfinanzierung aufgenommen werden. Diese wird durch die Bausparkassen über ein Vorausdarlehen gewährt.

Darlehensphase

Im letzten Abschnitt des Bausparens geht es um die Tilgung des Bauspardarlehens. Es ist möglich, dass das Bauspardarlehen im Grundbuch oder über eine Risikolebensversicherung abgesichert ist. Durch die Lebensversicherung würde das Versicherungsunternehmen für die Abzahlung des Bauspardarlehens aufkommen. Das Darlehen ist jederzeit und ohne Einhaltung der bekannten Vorfälligkeitsentschädigungen ganz oder in Teilen bezahlbar. Der vertraglich festgelegte Zinssatz ist für die Rückzahlung maßgeblich. Je nach gewähltem Tarif fällt dieser unterschiedlich aus und liegt monatlich bei 0,2 bis 0,9 Promille der Bausparsumme.