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TIPP DER REDAKTION

Die Nr. 1 im Zahlungsverkehr.

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Girokonto

Ein Girokonto wird von Kreditinstituten angeboten um den allgemeinen Zahlungsverkehr privater Personen abwickeln zu können. Auf dem Girokonto können Zahlungen eingehen und Abbuchungen stattfinden. Genaue Berechnungen des Saldos sind jederzeit den Kontoauszügen zu entnehmen.

Rechtlich ist das Girokonto als Kontokorrentkonto einzuordnen, da dieser Saldo eine täglich neue Rechnung darstellt. Diese ist nach § 355 Handelsgesetzbuch zu handhaben.

Für die Abwicklung der Gutschriften und Überweisungen ist das Kreditinstitut verantwortlich. Dieses wiederum ist nach Abschluss des Girovertrages mit dem Bankkunden zur Einrichtung eines Girokontos verpflichtet.

Eröffnen eines Girokontos - Girovertrag

Eine volljährige Person oder eine minderjährige Person mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten kann ein Girokonto bei einem Kreditinstitut der Wahl eröffnen.

Um ein Girokonto anzulegen braucht es einen Vertragsabschluss durch beide Parteien. Jeder Girovertrag wird persönlich im Kreditinstitut besprochen. Dazu erhält der Bankkunde alle nötigen Informationen und schließt mit einem Bankmitarbeiter einen Girovertrag ab. Wie ein Kreditinstitut die Kontoführung regelt, ist den AGB des jeweiligen Instituts zu entnehmen. Änderungen, die den Vertrag betreffen, müssen dem Bankkunden sofort schriftlich mitgeteilt werden. Danach hat er eine Widerspruchsfrist von zwei Monaten. Unzulässig sind lange Kündigungsfristen.

Ein Kontrahierungszwang besteht in Deutschland nicht. Das bedeutet, dass jedes Kreditinstitut die Möglichkeit hat einen Bankkunden und damit den Abschluss eines Girovertrages abzulehnen. Sparkassen sind durch ihren öffentlichen Auftrag allerdings regelmäßig verpflichtet, ein so genanntes Jedermann-Girokonto anzubieten. Ist der Girovertrag abgeschlossen, ist das Kreditinstitut dazu verpflichtet, dem Bankkunden ein Girokonto zu erstellen.

Grundlage für jeden Girovertrag ist ein Kontoeröffnungsantrag. Dieser erfordert eine Legitimationsprüfung, durch die sichergestellt wird, dass angegebener Name und Kontaktdaten richtig sind und nicht von einem Dritten stammen. Ebenso muss der Bankkunde versichern, dass er der wirtschaftlich Berechtigte ist. Das bedeutet, dass die Rechnungen des Kontos zu seine Lasten gehen.

Privatpersonen müssen einen Personalausweis (oder Reisepass) zur Prüfung vorlegen. Ausländische Personen benötigen zusätzlich eine Aufenthaltsgenehmigung und die Arbeitserlaubnis. Personengesellschaften müssen sich durch einen Gesellschaftsvertrag oder das Handelsregister und die Vertretungsbefugnis ausweisen.

Das letztendliche Erstellen eines Girokontos erfordert ein bisschen Wartezeit. Mit jedem Girokonto kriegt der Bankkunde seine Bankdaten schriftlich, und eine Karte sowie separat die Zugangsdaten postalisch zugesendet.

Funktion eines Girokontos

Ein Girokonto befähigt einen Kunden nicht nur sein Geld bei einem Kreditinstitut zu deponieren, sondern auch zum Tätigen von Überweisungen, dem Erstellen von Lastschriften und dem bargeldlosen Zahlen mit einer Bankkarte, mit ebendieser Geld vom Automaten abzuheben, seinen Kontostand zu erfragen oder all diese Dienste auch über das Internet online zu verrichten. In §§ 675c bis § 676c BGB werden die Dienste rechtlich geregelt.

Zahlungsverkehr über das Girokonto

Der bargeldlose Zahlungsverkehr funktioniert nicht nur über die Kartenzahlung beim Einkaufen in Geschäften, sondern kann auch durch Überweisung, Dauerauftrag oder Finanztransfer vom Bankkundenkonto auf ein anderes Konto geschehen. Ebenso kann eine Lastschrift von einem anderen Konto Geld vom Konto des Bankkunden abziehen oder Geld als Gutschrift wie durch Bareinzahlung auf dem Girokonto des Bankkunden verbucht werden (beispielsweise durch Lohn- oder Gehaltszahlungen oder andere Rückbuchungen). Für all diese Zahlungsvorgänge stehen den Bankkunden Vordrucke zur Verfügung, die sie jederzeit an den Selbstbedienungs-Terminals nutzen können. Über das Online-Banking gelangt der Bankkunde automatisch auf das richtige Formular.

All diese Vorgänge benötigen die Geheimzahl oder die Unterschrift des Kontoinhabers und sind nach Abbuchen oder Gutschrift über den Finanzstatus oder die Kontoauszüge einzusehen.

Ist das Girokonto nicht gedeckt, das bedeutet, dass es für einen Zahlungsvorgang zu wenig Guthaben aufweist, kann das Kreditinstitut die Zahlung verweigern, sofern keine Absprache beider Parteien (Bankkunde und Kreditinstitut) vorliegt. Dabei ist die Bank dazu verpflichtet dem Kunden dies unentgeltlich mitzuteilen. Eine Kontoüberziehung kann aber vom Kreditinstitut geduldet werden, wenn der Rahmen nicht erheblich missbraucht und sichergestellt wird, dass das Institut sein Geld schnell wiederbekommt. Je nach Vertragsverhältnis und Zahlungseingängen wird hier im Einzelfall entschieden. Es ist jedoch möglich, schon bei Vertragsabschluss das Konto mit einem abgesprochenen Kreditrahmen zu belegen. Andernfalls besteht keine vertragliche Verpflichtung der Bank, ein solches Kreditlimit zu dulden.

Kontoführungsgebühren und Zinsen

Für eben genannte Überziehungen fallen Kosten an. Diese Zinsen sind mit durchschnittlich 12% im Gegensatz zu den üblichen Kontoführungsgebühren sehr hoch. Kostenlose Girokonten verlangen regelmäßige Geldeingänge oder die komplette Führung des Kontos über das Internet.

Studenten, Auszubildende und Schüler können durch Vorlage eines Ausweises die Gebühren für ein Girokonto vermeiden.

Kontoauszüge des Girokontos

Gemäß § 666 BGB haben die Kreditinstitute gegenüber ihren Kunden eine Informationspflicht. Diese Informationspflicht wird durch Kontoauszüge erfüllt, auf denen die beteiligten Personen, der Verwendungszweck, der genaue Betrag sowie das Buchungsdatum vermerkt sind.

Die Kontoauszüge können an den Kontoauszugsdruckern in den Filialen oder von zu Hause aus online angesehen und ausgedruckt werden.

Rechnungsabschluss des Girokontos

Generell erfolgt jedes Quartal ein Rechnungsabschluss, auf dem der Bankkunde sehen kann mit welchen Gebühren sein Konto belastet oder welche Gutschriften getätigt wurden.

Kündigung des Girokontos

Möchte der Bankkunde sein Girokontos kündigen, ist dies ohne Fristen und ohne Kosten jederzeit möglich, sofern vertraglich keine Kündigungsfristen vereinbart wurden. Vertraglich vereinbarte Kündigungsfristen sind bis zu einer Dauer von einem Monat rechtsmäßig.

Kündigt das Kreditinstitut dem Bankkunden das Girokonto, müssen besondere Gründe vorliegen. Gründe sind neben der Angabe falscher Daten bei Vertragsabschluss

  • gesetzwidrige Handlungen wie Geldwäsche oder Betrug,
  • Kontopfändung oder kein Umsatz, wodurch das Konto unnutzbar wird,
  • Belästigung der Bankmitarbeiter,
  • das Nichteinhalten vertraglicher Abmachungen oder,

wenn dem Kreditinstitut nicht sichergestellt ist, dass es die Kontoführungsgebühren erhält. Es besteht eine ordentliche Kündigungsfrist von sechs Wochen.