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TIPP DER REDAKTION

Nur unzureichender Schutz durch
gesetzliche Erwerbsminderungs-
rente, deshalb:

Jetzt kostenloses Angebot zur Berufsunfähigkeitsversicherung anfordern!

Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV) stellt neben der Unfallversicherung die wohl bekannteste Form der Individualitätsversicherung dar. Der Abschluss einer solchen Versicherung kann entweder im Zusammenhang mit einer Lebens- bzw. Rentenversicherung, oder aber auch als eigenständige Versicherung erfolgen.

Der grundlegende Gedanke der Berufsunfähigkeitsversicherung ist der der Abdeckung des Bedarfs im Falle einer Berufsunfähigkeit des Versicherten. Sobald der Versicherte nicht mehr fähig ist seinen Beruf auszuüben entsteht eine sogenannte Versorgungslücke, die durch die Berufsunfähigkeitsversicherung, zumindest zu einem Großteil, gedeckt werden soll. Grundsätzliche gilt: Je älter der Versicherungsnehmer, desto schwieriger wird es ein gutes Angebot einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu finden.

Eintreten der Berufsunfähigkeit

Eine gesundheitliche Beeinträchtigung von mindestens 50 % und der damit einhergehende Wegfall der Berufsfähigkeit über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten (in alten Versicherungsverträgen auch oftmals 3 Jahre) begründet die Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente. Das Eintreten der Berufsunfähigkeit muss von einem Arzt festgestellt und schriftlich belegt werden. Die Diagnose muss anschließend beim Versicherungsunternehmen zur Prüfung eingehen. Das Versicherungsunternehmen prüft den individuellen Fall und zahlt gegebenenfalls die im Voraus vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente an den Versicherten aus.

Mit Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente endet auch die Beitragszahlungspflicht des Versicherungsnehmers. Die Berufsunfähigkeitsrente wird dann bis zum Eintritt der gesetzlichen Rente gezahlt.

Wie setzt sich mein Versicherungsbeitrag zusammen?

Der Beitrag setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Diese sind:

  • Alter des Versicherten zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses
  • Berufsgruppe des Versicherten
  • Gesundheitszustand
  • Raucher oder Nichtraucher
  • das Alter bis zu welchem die Rente maximal gezahlt werden soll, höchstens jedoch bis zum 67. Lebensjahr
  • die Versicherungsdauer (das Alter, bis zu dem ein Versicherungsfall eintreten muss um Ansprüche gegenüber der Versicherung zu haben)
  • das Geschlecht
  • Vorerkrankungen

Gesundheitsprüfung bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung

Ein wichtiger Bestandteil der Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Gesundheitsprüfung vor Vertragsabschluss. Im Rahmen dieser Prüfung muss der Antragssteller diverse auf seine Gesundheit bezogene Fragen beantworten. Neben Lebensgewohnheiten werden selbstverständlich auch Vorerkrankungen erfragt. Alle ärztlichen Behandlungen, sowohl stationär als auch ambulant, müssen in dem Fragebogen erwähnt werden. Auch sogenannte Bagatellerkrankungen, wie z.B. eine Grippe, sollten der Vollständigkeit halber erwähnt werden. Die Fragen sind genauestens zu beantworten, auch wenn der Versicherer jederzeit das Recht besitzt in die Krankenakte des Versicherten einzusehen und Nachforschungen anzustellen. Die Ärzte sind in diesem Fall von ihrer Schweigepflicht entbunden und sogar zur Auskunft verpflichtet.

Im Falle einer Inanspruchnahme der Versicherung wird die Versicherungsagentur alle Unterlagen aufs Genaueste überprüften. Sollte es zu Unstimmigkeiten zwischen den Angaben im Gesundheitsfragebogen und den Krankenakten kommen, besitzt der Versicherer das außerordentliche Recht vom Vertrag zurückzutreten. Sowohl bei bewussten, als auch bei unbewussten Falschangaben muss der Versicherte mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.

Sollten sich Ihre Lebensumstände ändern und Sie möchten die Versicherungssumme aufstocken, so können Sie dies per schriftlichem Antrag tun. Allerdings müssen Sie darauf achten, explizit eine weitere Gesundheitsprüfung auszuschließen. Ansonsten müssen Sie sich einer weiteren Prüfung unterziehen, was im Falle einer Verschlechterung Ihres Gesundheitszustandes auch Ihre Prämie erhöht. Außerdem ist anzumerken, dass durch das steigende Alter der Beitrag automatisch steigen würde, da das Alter bei Beitritt ausschlaggebend ist.

Abstrakte Verweisung

Eine Besonderheit, welche häufig in älteren Versicherungsverträgen zu finden ist, stellt die abstrakte Verweisung dar. Diese besagt, dass ein Versicherungsnehmer, der aufgrund einer Krankheit etc. in seinem bisherigen Beruf nicht mehr tätig sein kann, auf eine neue Tätigkeit verwiesen werden kann.

Demzufolge wäre die Versicherung nicht zur Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente verpflichtet, wenn der Versicherte noch in der Lage ist eine andere Tätigkeit auszuüben, welche seiner Ausbildung bzw. Erfahrung entspricht. Das Einkommen dieser Tätigkeit darf auch bis zu 20 % niedriger sein als zuvor.

Achten Sie darauf, dass in Ihrem Versicherungsvertrag auf eine abstrakte Verweisung verzichtet wird.

Versteuerung der Berufsunfähigkeitsrente

Die Auszahlungssummen der privaten BU sind als zeitlich begrenzte Leibrente mit dem Ertragsanteil aus § 55 EstDV zu versteuern. Somit ist die Höhe des zu versteuerndes Anteils abhängig von der Dauer der Rentenzahlungen.

Generell gilt: Für jedes Jahr, in dem Sie BU-Rentenzahlungen erhalten, fallen 1 % Steuer auf den Auszahlungsbetrag an.

Beispiel: Wenn Sie mit 40 Jahren berufsunfähig werden und dann bis zum 65. Lebensjahr Rentenzahlungen erhalten, müssen Sie jährlich 26 % Ihrer Auszahlungssumme versteuern.