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TIPP DER REDAKTION

Schutz vor Schadensersatz- ansprüchen Dritter.

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Haftpflichtversicherung

Eine Haftpflichtversicherung ist eine vertraglich geregelte Absicherung gegen finanzielle Risiken im Falle von Schadensersatzansprüchen Dritter gegen den Versicherten. Der Versicherungsnehmer kann mithilfe des Versicherers Schadensersatzansprüche kostenfrei abwehren oder durch ihn von diesen befreit werden.

Generell sind Haftpflichtversicherungen freiwillig. Gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherungen sind in gefährlichen Bereichen durch eine Berufshaftpflichtversicherung, eine Kfz-Haftpflichtversicherung oder eine Jagdhaftpflichtversicherung abzuschließen. Diese Pflichtversicherungen dienen zum Schutz Dritter. Hier geht eine erhöhte Gefahr durch berufliche Aufgaben, für Fahrzeughalter durch das Fahrzeug selbst, oder für Jäger wegen der Waffen aus.

Alle Rechte und Pflichten von Versicherer und Versicherungsnehmer sind im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) geregelt.

Besitzt eine Person keine Haftpflichtversicherung und gerät in einen Schadensprozess, muss sie mit ihrem vollen, auch zukünftigen Vermögen, unbegrenzt für den Schaden und alle Ansprüche gegen ihn aufkommen. Besitzt der Schadensverursacher weder Haftpflichtversicherung noch Vermögen, muss der Geschädigte damit rechnen leer auszugehen. Doch auch hier gibt es einen Zusatz für Versicherungsnehmer; um das Risiko auszuschließen, dass der Schadensverursacher nicht für den Schaden aufkommen kann, kann der Versicherungsnehmer den Vertrag beitragspflichtig erweitern. Durch diese Erweiterung wird so getan, als sei auch der Schadensverursacher versichert.

Arten der Haftpflichtversicherung

Private Versicherungsnehmer können aus einer Vielzahl von Haftpflichtversicherungen wählen:

Bauherrenhaftpflichtversicherung - Versichert gegen Schäden im Bereich von Bauvorhaben.

Berufshaftpflichtversicherung - Sichert gegen beruflich herbeigeführte Schäden ab. Dazu gehören je nach Beruf die Amtshaftpflichtversicherung, die Diensthaftpflichtversicherung, die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung oder als Arzt die Arzthaftung.

Betriebshaftpflichtversicherung - Unterschiedliche Betriebshaftpflichtversicherungen, wie die Umwelthaftpflichtversicherung oder die Gewerbe- und Industriehaftpflichtversicherung, schützen Unternehmen bei gewerblichen Gefahren. Hier gibt es häufig eine Selbstbeteiligung im Schadensfall.

Gewässerschadenhaftpflichtversicherung - Sichert im Falle von Gewässerschäden mit wassergefährdenden Stoffen ab.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung - Versichert gegen Schäden im Bereich des Privatgrundstücks.

Jagdhaftpflichtversicherung - Absicherung gegen Schäden durch Jagt.

Kfz-Haftpflichtversicherung - Pflichtversicherung gegen alle Schäden, die durch den Umgang mit dem eigenen Fahrzeug geschehen, und notwendig damit ein Fahrzeug für den Straßenverkehr zugelassen wird.

Privathaftpflichtversicherung - Deckt Risikosituationen des Alltags von privaten Personen ab.

Tierhalterhaftpflichtversicherung - Sichert Tierhalter gegen Schäden, die ihr Haustier verursacht ab.

Wassersporthaftpflichtversicherung - Absicherung gegen alle im Wassersport auftretenden Risikofaktoren; auch Schiffshaftpflichtversicherung als Pflichtversicherung.

Die richtige Versicherung bietet den optimalen Schutz gegen alle Haftpflichtschäden in ihrem Bereich. Jedoch bietet sie ausschließlich Schutz in ihrem Bereich und deckt keine weiteren Haftpflichtschäden ab. Beispiel: Verursacht das Haustier einen Schaden, kann dieser nicht über die Haftpflichtversicherung des Tierhalters abgewehrt werden. Hier deckt nur eine Tierhalterhaftpflichtversicherung Haftschäden ab.

Haftpflichtversicherungsvertrag

Die rechtlichen Grundlagen für Haftpflichtversicherungen bildet das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) in den Paragraphen § 100 bis § 124.

Jede Person über 18 Jahre kann einen eigenen Haftpflichtversicherungsvertrag abschließen. Bis zu diesem Alter ist jedes Kind in der Haftpflichtversicherung der Eltern beitragslos mitversichert. Sofern das Kind eine Ausbildung/ Zivildienst macht oder studiert, ist es auch noch über das 18. Lebensjahr hinaus bei den Eltern oder einem Elternteil mitversichert. Erst nach Ende der Ausbildungszeit, bei Heirat oder Gründung eines eigenen Hausstands treten sie automatisch aus der Versicherung der Eltern aus.

Besitzen die Eltern keine Haftpflichtversicherung oder gibt es andere Gründe weswegen das Kind unter 18 Jahre eine eigene Haftpflichtversicherung benötigt, müssen die Erziehungsberechtigten zustimmen und den Haftpflichtversicherungsvertrag unterschreiben.

Ein Haftpflichtversicherungsvertrag erstreckt sich nach Abschluss je nach Vertragsart auf mindestens ein Jahr bis maximal drei Jahre. Generell beträgt die Kündigungsfrist der Haftpflichtversicherung drei Monate vor Ablauf.

Eine außerordentliche Kündigung der Haftpflichtversicherung kann der Versicherungsnehmer bei Beitragserhöhung sowie nach einem regulierten oder abgelehnten Schadensfall in Anspruch nehmen. Nach Eingang der Information zur Beitragserhöhung, Regulierung oder Ablehnung eines Schadensfalls hat der Versicherungsnehmer einen Monat Zeit seinen Haftpflichtvertrag zu kündigen.

Versicherungsfall und Ausschlüsse der Haftpflichtversicherung

Wenn der Versicherte durch gefahrerhöhendes Verhalten einem Dritten Schaden zugefügt hat, sind Schadensersatzansprüche gegen ihn rechtmäßig. Auch durch Verletzung vertraglicher Pflichten oder Verletzung der Sorgfaltspflicht ist eine Schadensersatzklage legitim.

Damit der Schadensersatzanspruch gegen den Versicherungsnehmer von der Haftpflichtversicherung als Fall übernommen wird, muss deutlich sein dass der Versicherte nicht vorsätzlich gehandelt hat und der Fall somit klar von einer strafbaren Handlung abzugrenzen ist. Verletzt der Versicherte vertragliche Pflichten, ist nicht jeder entstandene Schaden durch die Haftpflichtversicherung abgedeckt. Es gilt zu unterscheiden, ob der Schaden durch eine Fahrlässigkeit, die in der Regel versichert ist, oder vorsätzlich verursacht wurde. Ein vorsätzlich verursachter Schaden ist in keinem Fall versichert.

Auch Ansprüche gegen Familienmitglieder im selben Haushalt oder Mitversicherte (im selben Versicherungsvertrag) können nicht geltend gemacht werden.

Es ist anzumerken, dass es in jeder Haftpflichtversicherungsart auch Ausschlüsse gibt. Das bedeutet, dass die Versicherung nicht jeden Haftpflichtschaden übernimmt, auch wenn er sich in den Bereich des Abgesicherten erstreckt. Hier ist der Versicherungsvertrag genau zu prüfen und individuelle Abmachungen schriftlich festzuhalten.