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Private Krankenversicherung

In Deutschland gibt es zwei Möglichkeiten sich für den Krankheitsfall zu versichern; die verpflichtende oder freiwillige gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die private Krankenversicherung (PKV).

Versicherungspflichtig bei einer gesetzlichen Krankenkasse ist jeder deutsche Bürger. Während die gesetzliche Krankenversicherung als Grundabsicherung jedem deutschen Bürger vorgeschrieben ist, kann, wer bestimmte Voraussetzungen erfüllt, in die private Krankenversicherung wechseln. Dabei gibt es grundlegende Unterschiede zwischen diesen beiden Arten der Krankenversicherung.

Wer sich versichert

GKV
Jeder deutsche Bürger ist dazu verpflichtet eine gesetzliche Krankenversicherung vorzuweisen, sofern er nicht die Kriterien zur Versicherung in einer PKV erfüllt.

PKV
Schon Studenten haben ab dem 25.Lebensjahr die Wahl in eine private Krankenversicherung einzutreten. Diese Versicherung ist anschließend für die gesamte Dauer des Studiums vorgeschrieben.
Ansonsten:
  • Arbeitnehmer durch Überschreiten der Versicherungspflichtgrenze
  • Selbstständige
  • Freiberufler (auch (Zahn-)Ärzte, Heilpraktiker)
  • Beamte (auf Probe, Beihilfeberechtigte oder Anwärter)

Monatlicher Beitrag

GKV
Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich den Beitrag. Der Betrag wird automatisch am Monatsanfang vom Konto abgebucht.

PKV
Der Arbeitgeberanteil wird an den Versicherten ausgezahlt. Dieser muss den kompletten Beitrag an die private Krankenversicherung zahlen.

Tarif und Höhe des Beitrags

GKV
Es gibt lediglich Wahltarife, die den monatlichen Beitrag allerdings nicht beeinflussen. Ggf. ist darüber hinaus ein Zusatzbeitrag zu zahlen.

PKV
Es werden unterschiedliche Tarife angeboten, aus denen der Versicherungsnehmer den optimalsten auswählen kann. Der gewählte Tarif kann anschließend durch spezielle Zusatzleistungen wie Krankentagegeld oder Kurkostentarife erweitert werden. Geschlecht, Alter und auch der Gesundheitszustand sind ausschlaggebend für die Höhe des Beitrags.

Familie

GKV
Es besteht beitragsfreie Mitversicherung von Familienmitgliedern wie Ehegatte oder Kinder

PKV
Der nicht erwerbstätige Partner des Versicherten und seine Kinder können durch Zubuchung kostenpflichtiger Policen ebenso mitversichert werden.

Behandlungskosten

GKV
Es werden alle satzungsmäßigen Behandlungen direkt von der Krankenkasse übernommen. Behandlungen, die über die gesetzlichen Leistungen hinausgehen, müssen hingegen selbst getragen werden.

PKV
Kostenerstattungsprinzip:
Privat Versicherte erhalten nach einer Behandlung eine Rechnung, die sie regelmäßig vorerst selbst begleichen. Die private Krankenkasse übernimmt die Kosten später und zahlt sie zurück.

Besonderheiten

PKV
Die Wahl des Arztes und des Krankenhauses ist für Versicherte der privaten Krankenkassen frei. Überweisungen oder Einweisungen in Krankenhäuser sind unnötig. Auch wird keine Praxisgebühr erhoben. Außerdem besteht die Möglichkeit ein Einbettzimmer statt dem üblichen Mehrbettzimmer zu wählen, ebenso die Chefarztbehandlung etc.

Voraussetzungen für den Eintritt in die private Krankenversicherung

Um von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung zu wechseln, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Durch die Erfüllung der folgenden Voraussetzungen hat der Bürger die Wahl weiterhin bei einer gesetzlichen Krankenkasse freiwillig versichert zu sein, oder eben zu einer privaten Krankenkasse zu wechseln:

1. Allgemeine Versicherungspflichtgrenze

Die Versicherungspflichtgrenze wird nach dem Lohn- und Gehaltsgefüge des Vorjahres bemessen. Steigt das allgemeine Lohn- und Gehaltsgefüge, steigt demnach auch die Schwelle, die überschritten werden muss um in die private Krankenversicherung einzutreten. Die Grenze für das Jahr 2013 berechnet sich also aus dem Gefüge von 2012, und liegt aktuell bei einem sozialversicherungspflichtigen Jahreseinkommen von 50.850€. Die monatliche Grenze liegt demnach bei 4.237,50€. Beim einmaligen Überschreiten dieser Versicherungspflichtgrenze ist es möglich in eine private Krankenversicherung zu wechseln, allerdings muss die Prognose für das bevorstehende Jahr ebenfalls eine Überschreitung der Versicherungspflichtgrenze dieses Jahr ergeben.

Für Personen, die sich in 2014 private versichern möchten, ist das Lohn- und Gehaltsgefüge von 2013 ausschlaggebend. Dieses bemisst sich auf ein jährliches Einkommen von 52.200€ und einem monatlichen Einkommen von 4.350€.

Ausnahme: Selbstständige oder Beamte, Handwerksmeister und Künstler nicht eingenommen, können ohne Berücksichtigung der Versicherungspflichtgrenze in eine private Krankenversicherung eintreten.

Für Heilpraktiker und freiberufliche Ärzte gibt es spezielle Tarife in privaten Krankenversicherungen.

2. Besondere Versicherungspflichtgrenze

Für Privatversicherte, die vor 2001 bei einer privaten Krankenkasse versichert waren, gilt die besondere Versicherungspflichtgrenze. Diese besondere Grenze ist niedriger als die allgemeine Versicherungspflichtgrenze; das Jahreseinkommen von 47.250€ oder das monatliche Einkommen von 3.937,50€ befähigen zum Verbleib in der privaten Krankenversicherung.

3. Fristen der bisherigen gesetzlichen Krankenkasse

Das Versicherungsverhältnis in der gesetzlichen Krankenkasse bindet den Versicherten für 18 Monate. Erst nach dieser Frist kann er bei Vorliegen der zuvor genannten Voraussetzungen zu einer privaten Krankenkasse wechseln. Zudem muss die Kündigungsfrist eingehalten werden. Zwei Monate vor Vertragsablauf bei der gesetzlichen Krankenkasse muss die schriftliche Kündigung eingereicht werden. Die bisherige gesetzliche Krankenkasse muss diese Kündigung bestätigen, damit die private Krankenkasse eine Mitgliedsbescheinigung ausstellen kann. Nach Bescheinigung der Kündigung beginnt bei der gesetzlichen Krankenkasse eine zweimonatige Frist, in der die Mitgliedsbescheinigung bei ihr vorliegen muss. Wird diese Frist nicht eingehalten wird die Kündigung nicht anerkannt und die Mitgliedschaft besteht fort.

4. Gesundheitliche Verfassung

Auch die gesundheitliche Verfassung ist entscheidend für die Aufnahme in eine private Krankenversicherung. Vor der Aufnahme in eine private Krankenversicherung werden dem potentiellen Versicherten Fragen zu seiner Gesundheit gestellt. Das Ergebnis entscheidet über Aufnahme oder Ablehnung, ebenso wie über die Höhe des monatlichen Beitrags. Erhöhte Gesundheitsrisiken oder bereits bestehende Krankheiten erhöhen die Beitragszahlungen. Durch falsche Angaben verfällt der Versicherungsschutz. Dabei empfiehlt sich ein früher Eintritt, da die Beiträge auch am Alter und dem Geschlecht gemessen werden. Da in jungen Jahren das Erkrankungsrisiko geringer ist, hält sich auch der Beitrag niedriger.

Wechsel von einer privaten Krankenversicherung zu einer anderen privaten Krankenkasse

Wer bereits privat versichert ist, und in eine andere Krankenkasse wechseln möchte, kann Beiträge sparen. Unterschiedliche Krankenversicherungen kalkulieren anders, sodass ein Wechsel der Krankenversicherung zu günstigeren Beiträgen führen kann.

Basistarif

Im Jahre 2009 wurde der Basistarif eingeführt. Dieser Tarif soll für eine schematisch homogene Grundversicherung aller privaten Krankenkassen stehen. Durch den Basistarif soll jeder, der die Voraussetzungen für den Wechsel in eine private Krankenversicherung erfüllt, ohne erneute Gesundheitsprüfung die Möglichkeit haben in eine private Krankenversicherung zu wechseln. Durch den Basistarif sind alle Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung abgedeckt und auch der monatliche Beitrag darf den der gesetzlichen Krankenkasse nicht überschreiten.

Außerordentliche Kündigung der privaten Krankenversicherung

Wird die Versicherungspflichtgrenze nicht mehr überschritten, muss der abhängig Beschäftigte sich bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichern. Eine rückwirkende Kündigung mit einer Frist von zwei Monaten ist vorgesehen. Bei Nichteinhalten dieser Frist haben beide Krankenkassen Beitragsanspruch. Durch Erhöhung der Beitragszahlung kann der Versicherte ebenfalls innerhalb eines Monats kündigen. Der Eintritt in eine Familienversicherung befähigt den Versicherten mit einer zweimonatigen Kündigungsfrist und unter Beachtung der Versicherungspflichtzeit zum Austritt.